Das Literaturmuseum Haus Nottbeck bietet eine besondere Form der Partizipation an: In einem offenen Workshop kann diskutiert und abgestimmt werden! Am Mittwoch, dem 21.11. um 16 Uhr, sind alle Interessierten eingeladen, sich in Oelde einzufinden und teilzunehmen. Das Museum teilt mit: „Der Workshop richtet sich an alle, die gemeinsam ergründen wollen, was Literatur oder Literaturerfahrung auszeichnet. Welche Ausstellungsstücke oder –inhalte sind kulturhistorisch besonders wichtig? Oder lässt sich sogar die literarische Vielfalt einer nachfolgenden Generation übermitteln?“ 

Das Museum auf dem Kulturgut Haus Nottbeck hat sich der westfälischen Literatur verschrieben. Ausstellung und Literatur – zwei Bereiche, die auf den ersten Blick nicht unbedingt zusammengehören, erfährt man Literatur doch in erster Linie durch das Lesen (und Theaterinszenierungen). Gerade deswegen sticht das Literaturmuseum jedoch mit seiner besonderen Ausstellungskonzeption hervor. Es verspricht vielfältige Aktivitäten rund um das Thema Buch und Literatur, Kontakte zur bildenden Kunst und Musik sollen auch genutzt werden.

Unter den Stichworten „Visualisierung und Inszenierung“ werden in den Räumen des historischen Rittergutes Literaturgeschichte(n) in moderner Gestaltung erzählt. Die Besucher*innen können im Erdgeschoss des Museumsgebäudes auf den Spuren der westfälischen Literatur von den Anfängen bis zum Jahr 1900 wandeln. Gesonderte Schwerpunkte bilden hier unter anderem die Themen „Fanatismus und Aberglaube“ der Täuferzeit, „Simplizissimus in Westfalen“,  „Voltaires Westfalenspott“ oder das „Westfälische Weimar“ zur Zeit der Fürstin Amalie von Gallitzin. Im Obergeschoss werden Aspekte behandelt, die sich wie ein roter Faden durch die westfälische Literaturgeschichte ziehen: Heimatbewusstsein, Politik, Gesellschaft, Moderne. Das Spektrum reicht von heimatlicher Kitschliteratur bis hin zu avantgardistischen Strömungen wie dem Dadaismus. Im „Cyber-Room“ kann man unterschiedliche Gegenwartsautoren in Wort und Bild kennen lernen, ein Video-Pavillon zeigt den Film „Warum schreibe ich?“, in dem westfälische Autoren aller Epochen sehr unterschiedliche Antworten auf diese Frage geben.

Klingt spannend? Wenn du in diesem Museum deine Stimme abgeben willst, dann nimm am Workshop am Mittwoch, dem 21.11. um 16 Uhr teil. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Wir freuen uns auf starke Meinungen, gute Begründungen und angeregte Diskussionen!