Stiftsmuseum Asbeck: Wahlnachmittag am 2. Dezember

Das Stiftsmuseum Asbeck fragt sein Ausstellungsstück für die Apokalypse Münsterland am 2. Dezember in einer Sonderveranstaltung ab. Nachmittags von 14:30 – 17:30 Uhr bist du gefragt – einem von fünf vorausgewählten Objekten kannst du deine Stimme geben! Welches möchtest du durch Zeit und Raum schicken? Wir stellen die zur Auswahl stehenden Exponate des Stiftsmuseums Asbeck vor.

Die Ausstellung des Stiftsmuseums Asbeck erhält ihren besonderen Reiz durch den Originalschauplatz: Untergebracht im Dormitorium Asbeck widmet sie sich der Geschichte der münsterländischen Damenstifte. Dieser thematische Fokus wird auch in den vorausgewählten Objekten transportiert. Du kannst abstimmen für:

  • Die romanische Kreuzganggalerie: Die Kreuzganggalerie (oben in zwei Ansichten) erhält ihre besondere Bedeutung durch die Zweigeschosssigkeit. Trotz der Bemühungen des preußischen Oberbaudirektors Karl Friedrich Schinkel um den Erhalt der Galerie wurde der Säulengang 1862 abgebaut und in die Fassade des Diözesanmuseums am Domplatz in Münster integriert. 1966 wurde dieses Gebäude am Domplatz bereits wieder abgetragen. Daraufhin konnte ein Großteil der romanischen Säulen für eine Rückführung nach Asbeck sichergestellt werden. Mit dem Wiederaufbau an historischer Stelle in den Jahren 2004-2005 erfüllte sich ein Herzensanliegen des Heimatvereins Asbeck e.V.
  • Einen historischen Trinkbecher: Dieser fein gearbeitete Tafelbecher aus Silber (zum Teil vergoldet) wurde um 1650 hergestellt. Er ist Indiz für das standesbewusste Leben adliger Damen in münsterländischen Damenstiften.
  • Einen spätgotischen Handtuchhalter: Dieses Objekt stammt aus der Stiftskirche St. Margareta zu Asbeck. Es veranschaulicht den Alltag der Stiftsdamen und dient heute noch als Handtuchhalter in der Sakristei der Stiftskirche. Schon Albert Ludorff nahm das Exponat im Jahre 1900 in seine Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Ahaus auf. Vielleicht verdanken die Asbecker gerade diesem Architekten und Kunsthistoriker, dass der so eigentümliche und seltene Gegenstand bis heute erhalten blieb.

Außerdem sind in der Auswahl:

  • Der Kanzelaufgang der Bandelwerkkanzel: Der Kanzelaufgang stammt von Bildhauer Johann Heinrich König (Münster) aus dem Jahre 1732. Das Flächenornament, das sich aus dem Akanthuslaub entwickel hatte und das man Bandelwerk nennt, war in der Zeit von 1700 bis 1720 sehr modern und überall dominierend.Es ist ein lang gehegter Wunsch der Asbecker Dorfbevölkerung, dass die in Gänze erhaltene Kanzel wieder ihren Platz in der Stiftskirche findet.
  • Eine Reliquienstatuette der Hl. Margareta: Die Hl. Margareta ist die Patronin der Pfarrkirche in Asbeck und zählt zu den 14 Nothelfern. Sie wird bei schweren Geburten angerufen und ist Schutzheilige des Ackerbaus. Diese Attribute gehen auf ihre Legende zurück: Danach begegnete ihr der Teufel in Form eines Drachens in ihrem Gefängnis, den sie mit Hilfe des Kreuzes besiegen konnte. Der im Drachenkopf steckende Kreuzstab macht dies augenfällig, ebenso die Kette, mit der „das Böse“ „an die Kette gelegt“ ist. Die Krone ist als ehrendes Märtyrerzeichen zu verstehen. Die Reliquien der Heiligen befanden sich im durchbrochenen Sockel und waren für die Gläubigen sichtbar. Heute befinden sich die Reliquien im Zelebrationsaltar der romanischen Stiftskirche.
    An zahlreichen Plätzen des Ortes gibt es durch Skulpturen und Straßennamen Hinweise auf die im Dorf sehr geschätzte Heilige. In vergangenen Jahrzehnten war Margareta auch ein sehr beliebter Mädchenname im Dorf. Im Stiftsmuseum Asbeck findet die Skulptur durch ihre besondere Qualität das Interesse der Besucher.

Das Stiftsmuseum Asbeck freut sich auf deine Abstimmung – darum schau am 2. Dezember zum Wahlnachmittag vorbei und wähle deinen Favoriten unter den Exponaten aus. Die Zukunft braucht dich!

2018-11-26T10:58:11+00:0022/11/2018|Mitmachen|
Diese Website nutzt Cookies! Akzeptieren