Wie kommt die Apokalypse bei einem jüngeren Publikum an?

Es ist mal wieder Zeit für einen Blogbeitrag. Derzeit geht es bei der Apokalypse hoch her:
Der Container wird gebaut, die Tour wird geplant und an den VR-Inszenierungen wird gearbeitet. Letzteres ist vor allem das Terrain unserer zwei „Nerds“ Antje und David vom Team Apokalypse. Beide haben bereits während ihres Studiums an der Fachhochschule Münster viel mit Virtual Reality gearbeitet. Was aber auch für die beiden neu ist, ist das Erstellen von VR-Welten für eine so heterogene Nutzerschaft wie es unsere Besucher sein werden. Jung, alt, museumsaffin, museumsunerfahren, vielleicht sogar museumsablehnend, VR-Neuling, VR-Nerd, Gamer, Nicht-Gamer.

Für uns ist es daher umso wichtiger zu testen. Wie kommen die Kulturgüter in 3D bei den verschiedenen Besuchergruppen an?
Am 19.6. konnten wir wieder einen solchen Probelauf unternehmen. Im Rahmen des Science Fiction Festivals mit dem Titel „Zukunft heißt Veränderung“ in der Schuhfabrik Ahlen haben wir Schülern der sechsten Klasse der Fritz-Winter-Gesamtschule unsere Apokalypse Ausstellung in Auszügen zeigen dürfen.

Bevor es in die Virtualität ging, haben wir uns mit den ca. 25 Schülern darüber ausgetauscht, ob sie bereits Erfahrung mit Virtual Reality haben und gefragt, ob sie ins Museum gehen und ob sie gerne ins Museum gehen. Überrascht haben wir zur Kenntnis genommen, dass nicht nur mehr als die Hälfte der Klasse wusste, was eine Virtual-Reality Brille ausmacht, sondern eine solche auch bereits schon mal aufgesetzt hatten. Bei der Frage, ob Museen gemocht werden und man dort gerne hingeht, hob allerdings niemand seinen Finger.

Umso spannender war es dann für uns, die Schüler in die virtuelle Museumswelt zu schicken. Beeindruckend war es zu sehen, wie schnell die Bedienung des Cursors erlernt war, selbst bei denjenigen, die vorher noch nie einen solchen Stick in der Hand gehalten haben. Deutlich wurde aber auch, dass man darauf vorbereiten muss, was es zu sehen geben wird. Eine nächltiche Umgebung, wie bei der unterirdischen Grabkammer, kann auch beängstigend wirken.

Bei der Abschlussrunde gab es dann Feedback zu den Animationen und wir bekamen die Rückmeldung, dass auf diese Art und Weise Museum Spaß macht. Jetzt wird es spannend zu sehen, wie Museen daran anknüpfen. Wie wird diese Generation zum Museumsbesucher der Zukunft?