Der Aufruf zur Wahl kommt auch vom RELíGIO aus Telgte! Das Museum stellt eine Reihe von 6 Kulturgütern zur Auswahl. Abstimmen kannst du mit einem Fragebogen vor Ort und auch über die RELÍGIO-Website – zur Online-Abstimmung hier klicken. Wir empfehlen natürlich den Besuch des Museums! Unten findest du die vorausgewählten Exponate und einige Infos dazu. 

In der Vorauswahl des RELÍGIO finden sich bedeutende Objekte, die den großen Themenkomplex Religion aus verschiedenen Blickwinkeln greifbar werden lassen. Wählen kannst du hier:

  • Das Telgter Hungertuch: Das historische Telgter Hungertuch zählt zu den kostbarsten religiösen Textilien in Deutschland. Es ersetzte 1623 ein älteres Stück. 33 Bildfelder, wie Fischernetze geknüpft und in Filetstopfarbeit bestickt, veranschaulichen die Passion Christi und zeigen die Symbole der vier Evangelisten sowie einige alttestamentliche Darstellungen.
  • Einen Bildstock: Ursprünglich stand dieser Doppelbildstock an einem Weg zwischen Voltlage und Recke. Es handelt sich dabei um den ältesten Holzbildstock im nordwestdeutschen Raum. Die Darstellungen weisen auf zwei bedeutende Wallfahrtsziele der Region hin: auf das Gnadenbild von Telgte und auf das Coesfelder Kreuz. Aufgestellt hat man den Bildstock gegen 1670 auf Veranlassung des Fürstbischofs von Münster, Christoph Bernhard von Galen.
  • Eine Menora: Nach der Überlieferung des Alten Testaments fertigten die Juden den ersten siebenarmigen Leuchter während ihrer Wanderung durch die Wüste, später stand er im Tempel in Jerusalem. Nach dessen Zerstörung wird die Menora zum Symbol für die glanzvolle jüdische Geschichte einerseits und die Hoffnung auf die messianische Erlösung andererseits. Dieser Messingguss-Leuchter aus dem 18. Jahrhundert stammt vermutlich aus einer Synagoge.

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Außerdem sind in der Auswahl:

  • Eine Hauskrippe: Die Figuren sind holzgeschnitzt und bemalt, zudem sind sie an den Gelenken der Holzgerüste beweglich. Die Krippe wurde 1857 von einem Waisenhaus in Warendorf für eine dort ansässige gutbürgerliche Familie hergestellt.
  • Ein Grabkreuz: Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurde das Begraben in Reihen eingeführt. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Idee des Friedhofs als Landschaftsgarten, die ihre Fortsetzung in den Waldfriedhöfen hat. Heute gibt es Friedhofsordnungen, die Anlage und Gestaltung der Gräber vorschreiben. Dieses Grabkreuz stand auf einem Friedhof in Vreden.
  • Das Kulturhauptstadtkreuz: Das Kulturhauptstadtkreuz ist ein Vortragekreuz, welches 2010 vom Bistum Essen und der Evangelischen Landeskirche für Westfalen in Auftrag gegeben wurde, um die christlichen Kirchen im religiös pluralen Ruhrgebiet zu repräsentieren. Es hat die Form eines Labyrinths und besteht aus Titan. Geschaffen wurde das originale Kreuz von Benediktinerpater Abraham Fischer aus der Abtei Königsmünster im sauerländischen Meschede.

Das RELíGIO wartet auf deine Stimme – vergib sie jetzt per Fragebogen und schicke das Kulturgut deiner Wahl durch Zeit und Raum! Auch online kannst du wählen, dazu einfach hier klicken.