Die Wahl ist auch im Geomuseum der WWU in Münster schon angelaufen.

Hier läuft alles ganz zeitgemäß über Facebook! Das Museum ist derzeit wegen Umbauarbeiten geschlossen. Das soll dich aber nicht abhalten, deine Stimme abzugeben – hier klicken, eines der Bilder liken und kommentieren. 10 besondere Objekte stehen hier zur Wahl, die zugleich von Erd- und Regionalgeschichte zeugen.

Hier kannst du diese Objekte wählen:

1. Steineisen-Meteorit, gefallen am 30.12.1927 in Oesede, Georgsmarienhütte im Landkreis Osnabrück. Er ist als „Gewöhnlicher Chondrit“ zu klassifizieren; dieses Stück stellt die Hauptmasse des Fundes dar.

2. Samsonit-Stück aus dem Harz. Samsonit ist ein Silbererz, das wegen seines (aus geochemischer Sicht merkwürdigen) Mangan-
Gehaltes extrem selten ist. Zuerst beschrieben wurde es aus der Grube Samson, St. Andreasberg, Harz; auch dieses etwa 1 x 2 cm große Stück stammt daher.

3. Marmor-Bergkristall aus Carrara. Carrara in der italienischen Provinz Massa-Carrara ist weltweit für seinen schneeweißen Marmor
bekannt, der die Hauptmenge dieses Stücks ausmacht. Hier ist ein exzellenter Bergkristall aufgewachsen.

4. Azurit aus Tsumeb/Namibia. Das Geomuseum besitzt eine umfangreiche Sammlung zu bedeutenden Erzlagerstätten. Als Stellvertreter sei das Kupfercarbonat Azurit von Tsumeb/Namibia ausgewählt.

5. Stringocephalus burtini. Der Armfüßer Stringocephalus burtini („Eulenkopf“) war ein wichtiger Bewohner der Schwammriffe des Mitteldevons vor knapp 400 Mio. Jahren im Sauerland; dieses Stück stammt aus der Donnerkuhle in Iserlohn.

6. Euproops rotundatus. In den später zu Steinkohle gewordenen Sümpfen unserer Region wuchsen nicht nur Pflanzen; auch Gliedertiere wie dieser Pfeilschwanzkrebs-Vorfahr Euproops rotundatus lebten darin (Piesberg, Osnabrück).

7. Oberchenkelknochen von Iguanodon bernissartensis. Das Geologisch-Paläontologische Museum hat 1979-1982 etwa 800 Dinosaurier-Knochen aus einer
Karstspalte in Brilon-Nehden, Hochsauerlandkreis, geborgen; der bedeutendste Fund kreidezeitlicher Dinosaurier in Mitteleuropa. Dieser knapp 70 cm lange Oberchenkel stammt von Iguanodon bernissartensis und ist gut 125 Mio. Jahre alt.

8. Ahlener Mammut. Das 41.000 Jahre alte Ahlener Exemplar ist einer der wenigen halbwegs vollständig erhaltenen Mammut-Funde in Deutschland. Im neuen Geomuseum wird es erstmals in anatomisch richtiger Stellung gezeigt.

9. Hyänen-Koprolith. Die Tropfsteinhöhlen im Sauerland sind ein wichtiges Archiv für dier Lebewelt des Berglands in den letzten 50.000 Jahren. Auch Höhlenhyänen haben mancherorts ihre „Köttelhaufen“ (Koprolith) hinterlassen, so wie hier aus der Heinrichshöhle in Hemer-Sundwig; man erkennt noch ein größeres Knochenbruchstück im Anschliff.

10. Auerochs-Schädel. Der Auerochs aus dem Füchtorfer Moor bei Warendorf ist einer der seltenen (fast) vollständigen Funde diese Art; das Skelett einer Kuh wurde 1848 geborgen und wird im Geomuseum in einer Rekonstruktion mit anatomischen Korrekturen neu aufgestellt.

Welches dieser spannenden Exponate soll in die Zukunft geschickt werden? Das Geomuseum wartet auf deine Stimme!