Forschungsprojekt

Forschungsprojekt2018-10-31T13:21:46+00:00

„Apokalypse Münsterland“ ist ein Kooperationsprojekt von Museen und Ausstellungshäusern, die digitale Vermittlungsmethoden und besucherorientierte Ansätze ausprobieren, um sich zukunftsfähig aufzustellen. Unter der Projektleitung des Münsterland e.V. arbeiten über 25 kulturelle Einrichtungen im Münsterland mit den Kooperationspartnern FH Münster, Fachbereich Architektur (Münster School of Architecture, MSA), BOK + Gärtner GmbH (Agentur für Kommunikationsdesign und Szenografie) und dem FabLab des münsterLAND.digital e.V. zusammen.

Zentrale Handlungsfelder des Projekts sind Kooperation, Partizipation, Digitalisierung und Mobilisierung von Kulturangeboten. Vor dem Hintergrund einer digitalen Apokalypse und einem Hilferuf aus der Zukunft stellen die Museen und Ausstellungshäuser folgende Leitfrage an ihre Besucher: „Welches Kulturgut willst du bewahren und warum?“. Das kann ein Ausstellungsstück sein, aber auch Ideen, Konzepte und andere Schätze kommen infrage.

Als konkretes Ergebnis entsteht eine digitale und mobilisierte Ausstellung. Sie tourt im Sommer 2019 zu 16 Stationen im Münsterland und verhilft den beteiligten Einrichtungen zu mehr Sichtbarkeit in der Region. Darüber hinaus zielt sie auf die Ansprache von neuen Besuchergruppen ab.

Die Akteure

Museen und Ausstellungshäuser

Kulturelle Einrichtungen und Angebote verstecken sich im Münsterland in zahlreichen historischen und modernen Bauten und machen die Region lebendig. Die 27 teilnehmenden Museen und Ausstellungshäuser spiegeln als Träger von Geschichte und Geschichten durch kleine und große Ausstellungen die Identität des Münsterlandes wider und zeigen im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne, Stadt und Land, Bodenständigkeit und Innovation, was die Region zu bieten hat.

Per „Letter of Intent“ haben die Museen und Ausstellungshäuser ihr Interesse an „Apokalypse Münsterland“ bekundet und beraten die Projektleitung nun fachlich durch ein Kernteam von acht Personen. Sie haben die Formate für den Auswahl-Prozess der Besucher entwickelt und führen diesen ab Mitte Oktober bis Ende Dezember durch. Die Häuser werden ausdrücklich dazu eingeladen, die Digitalisierung ihrer Kulturgüter zu begleiten. Ebenso wird eine Präsenz beim Halt des Containers angeboten, um in Dialog mit dem potentiellen Besucher zu treten.

Projektleitung Münsterland e.V.

Der Münsterland e.V. koordiniert in seiner Funktion als Projektleitung das gesamte Verbundprojekt und übernimmt die regionale Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Als eine der stärksten Regionalmanagement-Organisationen Deutschlands fördert er die Kultur, die Wirtschaft und den Tourismus in unserer Region und unterstützt als Netzwerkzentrale Akteure bei der Zusammenarbeit. Im Kulturbereich übernimmt diese Funktion das Kulturbüro Münsterland. Es ist eine von neun Koordinierungsstellen in NRW für das Landesprogramm Regionale Kulturpolitik (RKP) – und damit die Schnittstelle des Münsterlandes zum Land NRW. Es fördert die regionale Kulturentwicklung unter anderem durch die Beratung und Vernetzung von Kulturakteuren und schafft somit die Grundlage für kooperative Kulturprojekte.

www.muensterland-kultur.de

Kooperationspartner aus Wissenschaft und Wirtschaft

Apokalypse Münsterland hat den Anspruch, einen Experimentierraum für digitale Vermittlungs- und Ausstellungsmethoden zu bieten. Dazu ist viel Digital-Know-how und auch Erfahrung im Konzipieren von Ausstellungen notwendig. Diese fachliche Expertise bieten unsere Kooperationspartner aus Wissenschaft und (Kreativ-) Wirtschaft.

MSA (Münster School of Architecture) | Fachhochschule Münster | FB Architektur

Wissenschaftlicher Partner von „Apokalypse Münsterland“ ist der Fachbereich Architektur der FH Münster (MSA | Münster School of Architecture). Die MSA beherbergt das Digitale Labor, eine Werkstatt der FH Münster für digitales Entwerfen und Konstruieren. Die Erforschung computergenerierter Formen und Strukturen, digitale Fabrikation und „rapid prototyping“ sind hier möglich. Dazu stehen im digitalen Labor ein Computerpool, ein Lasercutter, ein Gips- und drei Plasik-3D-Drucker, drei VR-Brillen und ein Roboterarm zur Verfügung.

Die MSA übernimmt als Kooperationspartner die virtuelle Ausstellungsgestaltung, Szenografie und technische Dokumentation. Ein Entwurfskurs im Masterstudiengang mit circa 12 bis 20 Studierenden wird sich unter der Leitung von Prof. Dipl.-Ing. Ulrich Blum von Oktober 2018 bis Mitte Februar 2019 mit der Frage beschäftigen, durch welche neuen, digitalen Methoden die Kulturgüter in der Ausstellung interaktiv präsentiert und inszeniert werden können. Zu Kursbeginn sind Exkursionen der Studierenden zu einer Auswahl von beteiligten Museen und Ausstellungshäusern geplant. Begleitet wird das Projekt über den Kurs hinaus von zwei wissenschaftlichen Mitarbeitern, die bereits vor Beginn der Lehrveranstaltung anhand von Beispielobjekten technische Workflows zur Digitalisierung vorbereiten und über das Semesterende hinaus das Projekt bis zum Ausstellungsende (September 2019) betreuen. Somit kann eine stete Begleitung seitens der MSA geleistet werden. Zur fachlichen Unterstützung wird der MSA eine Agentur für Ausstellungsgestaltung, BOK + Gärtner aus Münster, zur Seite gestellt. Die Hauptarbeitsschritte der MSA im Teilpaket Digitalisierung sind 3D-Scan und ‘Nach‘-Modellierung, Ausstellungskonzeptionierung und Programmierung, Technische Dokumentation, Testing und Installation der Ausstellungstechnik im Container.

www.fh-muenster.de

FabLab Münster

Das FabLab Münster ist als Hightech-Werkstatt Teil des Digital Hub münsterLAND und damit eines von sechs vernetzten Innovationszentren in NRW zur Förderung der digitalen Transformation. Das FabLab unterstützt die MSA | Münster School of Architecture beim digitalen Produktionsprozess und steht Kulturakteuren als Ansprechpartner bei Fragen zur Durchführung digitaler Prozesse zur Verfügung. Des Weiteren unterstützt und berät das FabLab den Münsterland e.V. bei der Recherche und Anschaffung nötiger Hardware & Co.

www.fablab-ms.de

BOK + Gärtner GmbH

Die Agentur für Kommunikationsdesign + Szenografie ist als Kooperationspartner an dem Projekt beteiligt. Mit ihrer Expertise leistet sie die nötige Vorarbeit für die Studierenden, indem sie die Story und visuelle Atmosphäre ausarbeitet. Des Weiteren begleitet sie den Kurs der FH bei der Ausstellungsgestaltung und entwickelt das Corporate Design und die Projektwebsite des Projekts.

www.bokundgärtner.de

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